Eine mir häufig gestellte Frage ist in letzter Zeit: "Warum hast du mit dem Schreiben von Büchern begonnen?"

 

Jeder Buchautor, und ich traue mich mal, mich als einen zu bezeichnen, sollte die Frage gleichlautend beantworten. Weil es mir Spaß macht, und weil ich etwas zu erzählen habe.

Natürlich steckt noch einiges mehr dahinter. Bei mir war es so, dass ich seit jeher ein begeisterter Leser bin. Mehrmals wurde ich gefragt, warum ich es denn nicht selbst einmal mit der Schriftstellerei versuche. Nur als Hobby, als sinnvollen Zeitvertreib und nicht zum Gelderwerb. Ich wiegelte immer ab und war der Meinung, dass ich das nicht kann. Man traute es mir zu, aber trotzdem ließ ich es bleiben. Schließlich hatte ich weder Literaturwissenschaften, noch Journalismus studiert, und Fachkenntnisse zu mich interessierenden Themen fehlten mir ebenfalls.

Wenn ich schreibe, dann auch  richtig. Und nur über Dinge, von denen ich etwas verstehe und was mich selbst auch interessiert.

 

Meine bevorzugten Autoren waren thematisch immer breit gefächert.

So war es James Clavell, der mich mit seinem Roman "Shogun" und dessen Fortsetzungen faszinierte. Seine Romane, über 400 Jahre der asiatischen Geschichte ab dem 16.Jahrhundert, fesselten mich. Frederick Forsyth erlangte durch seinen "Schakal" meine Aufmerksamkeit, und ich verschlang seine Politthriller. Durch Noah Gordons Mittelalterroman "Der Medicus" und seine weiteren Werke, kam ich auf Ken Follett. Der brachte mich zu Michael Crichton, und ich entdeckte Andreas Eschbach für mich. Dazwischen immer die Neuerscheinungen von John Grisham, Tom Clancy, David Baldacci und Robert Ludlum. Die Bücher von Volker Kutscher über das Berlin der 30er, Andreas Franz und seine Kommissarin Durant, sowie Ian Rankin und seinem Inspector Rebus, brachten mich wieder zum Krimi - 20 Jahre nachdem ich als Jugendlicher alle Erscheinungen von Agatha Christie und Edgar Wallace gelesen hatte.

 

Unzählige Bücher, deren Autoren ich nicht mehr parat habe, vervollständigen meinen Massengeschmack. Ja, ich gebe es zu, ich lese Mainstream und thematisch quer Beet. Nur fesseln muss mich die Geschichte. Und nicht eines dieser Bücher befindet sich noch in meinem Besitz, da ich gute Bücher sofort weiterreiche, schlechte dafür dem Altpapier zuführe.

 

Aber um selber zu schreiben, fehlte mir das benötigte und meist spezielle Hintergrundwissen. Fachkenntnisse zum Mittelalter, Rechtswissenschaften und der Paläontologie fehlen mir gleichermaßen, wie ich auch auf keine Vergangenheit bei Geheimdiensten oder der Kriminalpolizei zurückgreifen kann. "Schreib, wovon du etwas verstehst, ansonsten lass es sein", sagte ich mir und ließ es daher sein.

 

Meine jetzige und garantiert auch letzte Frau, hat mich ebenfalls über Jahre vom Schreiben überzeugen wollen, aber ich sträubte mich weiterhin. Warum soll ich auch Geschichten schreiben, wenn es doch so viele fertige Bücher gibt, die ich nur zu lesen brauche. Im Oktober 2017, in einer sehr stressigen Phase meines Berufslebens, begann ich dann doch mit dem Anfang meiner ersten Geschichte. Ich fand beim Schreiben Entspannung, während die Geschichte von "Sasha" auf meiner Festplatte stetig mehr Platz benötigte. Schnell merkte ich, dass es mir guttat und ich dabei wieder abschalten konnte. Es folgte im April 2018 der Beginn  zu "Jasmin", und ich lernte aus meinen anfänglichen Fehlern. "Sasha" wird nun zwar erst der zweite Roman, den ich veröffentliche, aber er war die Grundlage eines entspannenden Hobbys. Wenn ich seine Geschichte nochmals überarbeitet habe, wird der Roman über seine Leidenschaft vermutlich im Herbst 2019 erscheinen. Und Ideen, Erfahrungen, Berichte und Geschichten zu weiteren Büchern füllen zunehmend meine Kladde.

 

"Schreib, wovon du etwas verstehst, ansonsten lass es sein".

Dieser Grundsatz gilt für mich auch heute noch, darum schreibe ich.