Sasha ist abgeschlossen und endlich kann ich mich dem nächsten Projekt widmen. „Elisabeth  … Frühling mit 68“  Die Idee des Romans ist, wie auch schon „Jasmin“ und „Sasha“, der Realität entnommen. Vielleich macht das Vorwort ja schon neugierig auf Elisabeths Geschichte.

 

Vorwort

 

„Dafür bist du noch nicht alt genug.“ Jeder hat diesen Satz vermutlich tausendfach gesagt bekommen und war selbst anderer Meinung. Mit dem Erwachsenwerden verliert diese Mahnung jedoch an Sinn. Man war plötzlich alt genug, meinungsfrei und grenzenlos. Die Zeit, in der andere darüber entschieden hatten was gut für einen war, gehörte irgendwann der Vergangenheit an und ein selbstbestimmtes Leben lag vor einem.

Die Zeit kommt aber wieder. Wann genau ist individuell, aber unausweichlich.

„Das ist nichts mehr für dich, dafür bist du zu alt.“ Jeder wird diesen Satz irgendwann zu hören bekommen, bis man es selbst glaubt.

Ab wann zweifelt man daran, noch in die Disco gehen zu wollen? Wann verliert man den Reiz an einem Sportwagen und entscheidet sich doch für ein vernünftiges Auto? Wann verschwinden die Miniröcke zugunsten altersgerechter Kleidung? Ab wann schämt man sich vor seinen Kindern, dass man noch ein aktives Liebesleben hat?

Bei jedem Menschen kommt der Punkt in einem anderen Alter, aber bis auf wenige Ausnahmen kommt er. Man ist plötzlich zu alt für vieles.

Falsch, man ist nicht zu alt, man bekommt es lediglich eingeredet und glaubt es irgendwann. Man glaubt es vielleicht auch deshalb, weil man nicht anders über die ältere Generation gedacht hatte, als man selbst noch jünger war. Weil man den „Alten“ damals genau diese Einschränkungen einredete, und weil man sich für das Verhalten der eigenen Eltern fremdgeschämt hat. Weil man Engstirnig in seiner Offenheit war.

Das Leben und all seine Freuden sind aber erst vorbei, wenn der letzte Atemzug aus einem gewichen ist. Und bis dahin ist niemand zu alt, es in vollen Zügen zu genießen.

 

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben,

sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

                                      Alexis Carrel (28.06.1873 - 05.11.1944)